Fehlender Praxisbezug junger Lehrer

Von: Dr. Larry Steindler

,  02. März 2009

Zu wenig Praxis, zu viel unnützes Wissen - viele Lehramtsstudenten sind einer Studie der Uni München zufolge unzufrieden mit dem praktischen Teil Ihrer derzeitigen Ausbildung.

Auf der Wunschliste der Befragten standen unter anderem mehr Praktika an Schulen, mehr praktische Einsätze in verschiedenen Schulformen und mehr Unterrichtssimulationen. Bemängelt wird auch, dass nicht genug didaktische und psychologische Kenntnisse vermittelt werden – die Grundlagen für eine erfolgreiche Kommunikation mit den Schülern. Die ergibt sich aus der Befragung von rund 560 Referendaren und gut 50 Seminarleitern im Auftrag des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes.

Mit der derzeitigen Lehre sind laut der Studie nur wenige zufrieden. So geben 60 Prozent der befragten Referendare und Seminarleiter an, dass ihnen das an der Universität erworbene Wissen im Unterricht selten oder unter Umständen gar nicht geholfen habe. Insgesamt wird die universitäre Lehrerbildung in Bezug auf Kompetenzen wie Unterrichten und Erziehen knapp mit der Schulnote «ausreichend» bewertet – viel hätte nicht gefehlt und die Ausbildung derer, die später die nächste Generation ausbilden wäre glatt „mangelhaft“ gewesen.

Am schlechtesten fühlen sich die Befragten vorbereitet, wenn es um neue Wege und Innovationen im Schulsystem geht. In diesem Bereich benoten sie das Lehramtsstudium durchschnittlich mit der Note 4,5. Am besten bewerten die Referendare dagegen die Vermittlung der Fähigkeit, die Leistungen ihrer Schüler zu beurteilen. Hier vergeben sie immerhin die durchschnittliche Schulnote 3,8.


Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen
*


*
*