Die westliche Schweiz – High-Tech- und Wirtschaftsstandort erster Güte

Kategorie: Business

Von: Dr. Larry Steindler

,  01. Februar 2009

Orte wie Grenchen, Biel, la Chaux-de-Fonds, Le Landeron, Le Locle, Peseux, Le Sentier, Le Brassus oder Genf stehen Pate für ehrwürdige Produktnamen der schweizerischen Uhrenindustrie. Doch in dem gedachten Dreieck zwischen Basel, Genf und Brieg bzw. der italienischen Grenze passiert auch sonst Spektakuläres.

Die industrialisierte Region ist für viele der ca. 600 schweizerischen Unternehmen aus der Medizintechnik ebenfalls ein schöner und lukrativer Standort.Dies gilt vor allem für die internationalen Medical Technology- und für einige Health Care-Konzerne.

Die Verbindung von sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften, einer breiten Palette von Zuliefer- und Dienstleistungsbetrieben, einer dynamischen Forschungslandschaft und der Attraktivität des Lebensniveaus gehört dabei zu den wesentlichen Ursachen dieser hervorragenden Umstände. Auf den Punkt gebracht, heißt das Präzisionstechnologie und hohe Produktivität.

Als eine wahre Fundgrube für Forschung und Entwicklung bezeichnet daher diese Region auch André Hämmerli, Vorstand von Johnson & Johnson Schweiz. Kein Wunder, denn im Land der Feinmechaniker versteht man sich auf Mikroelektronik, Nanotechnologie, Oberflächentechnik oder Materialprüfung gleichermaßen. Auch Interdisziplinarität wird in einer entwickelten Forschungsregion, wie sie die Westschweiz darstellt, groß geschrieben. Stattliche 2,6 % ihres Bruttoinlandsprodukts wendet die Schweiz insgesamt für Forschungsaufgaben auf!

Dies funktioniert nur durch eine enge Verbindung zwischen Hochschulbildung und industrieller Praxis auf Weltniveau, unterstützt unter anderem von der Ecole Polytechnique Fédéral de Lausanne (EPFL). Das namhafte Institut bildet nicht nur aus, sondern begleitet auch Startup-Firmen, entwirft Studienprogramme für unternehmerische Initiativen und verhilft mit seinen engen Kontakten zur Industrie innovativen Vorhaben bis hin zur Serienfertigung.

Die EPFL steht innerhalb des ETH-Bereiches mit der weltberühmten deutschsprachigen ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule) in enger Verbindung. Hier haben Persönlichkeiten wie Clausius, Semper, Einstein, Willstätter, C. G. Jung, H. Weyl, Pauli, Feyerabend oder Muschg gelehrt und solche wie Röntgen, John von Neumann oder Max Frisch studiert.

Die Forschungslandschaft vernetzt sich, Regionen wachsen zusammen: Mehr als 100 Unternehmen sind inzwischen auf dem Campus des Ecole Polytechnique in Lausanne im sogenannten Parc Scientific oder Science Park vertreten. Solche Art von Technologietransfer geschieht nicht ins Blaue hinein: die örtliche Universitätsklinik sorgt für schnelles Feed Back.

Weitere Institutionen für eventuelle Kooperations-, Ausbildungs- oder Studienvorhaben:
www.csem.ch, www.he-arc.ch, www.heig-vd.ch, www.unine.ch/imt, www.irovision.ch


Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen
*


*
*